Schon ist es vorbei, das außerordentliche Jahr 2020. Es hat uns gefordert, uns viel abverlangt und anfangs erschien uns der Jahreswechsel – und damit ein neuer Anfang – meilenweit entfernt. Im Nachhinein betrachtet ist es aber trotz aller Widrigkeiten fast rasend schnell an uns vorbeigezogen. Das neue Jahr ist zwar erst ein paar Tage alt, doch schon jetzt gibt es uns Hoffnung und neuen Mut. Jetzt ist die beste Zeit, um Neujahrsvorsätze zu fassen und sie vielleicht nicht wie sonst nach ein paar Tagen schon wieder über Bord zu werfen. Wir stehen an einem neuen Anfang – zumindest fühlt es sich für mich ganz stark danach an – nutzen wir ihn.

Voller Tatendrang

Ein gründlicher Neujahrsputz, mehr Sport und Bewegung, bewusster seine Mitmenschen und Umgebung wahrnehmen oder mehr auf die Ernährung achten – Neujahrsvorsätze sind so mannigfaltig wie unterschiedlich. Vor allem aber, sind sie schnell gefasst und meist noch schneller wieder vergessen. Deshalb ist es jetzt endlich an der Zeit, einen Vorsatz zu fassen und diesen dann auch wirklich umzusetzen. Ich habe mich dazu entschlossen, die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe, auch wirklich bewusst wahrzunehmen und zu genießen. Die vielen schönen Stunden, in denen viel gelacht und erzählt und manchmal auch anregend diskutiert wird. In so turbulenten Zeiten ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, vielleicht sogar seine Werte neu zu ordnen. Deshalb möchte ich auch die kleinsten Augenblicke bewusst genießen und voll neuem Tatendrang nach vorne schauen.

Ein Brauch kommt selten allein

Der Jahreswechsel hält neben dem altbekannten Thema der Neujahrsvorsätze aber auch zahlreiche Bräuche bereit, die auch heute im modernen Tirol noch Verwendung finden. Gerade dieser Tage gewinnt das Räuchern an Stellenwert. In den Rauhnächten – die Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Jänner – wird das ganze Haus traditionell mit einer Pfanne voll Weihrauch ausgeräuchert. Damit sollen Unheil und Krankheiten ferngehalten werden. Am 6. Jänner, am Dreikönigstag, schallt dann in so mancher Stube das Lied der Heiligen Drei Könige. Kinder und Jugendliche gehen verkleidet von Haus zu Haus, bringen Weihrauch und sammeln Spenden für Menschen in Not. Für mich ist es schön zu sehen, dass altbewährtes auch heute noch so viel Anklang findet.

Nur das Beste für 2021

Ich möchte Ihnen für das kommende Jahr noch ein paar Neujahrswünsche mit auf den Weg geben. Nach diesem außergewöhnlichen Jahr, dessen Ende wir alle herbeigesehnt haben, soll 2021 voller neuer Möglichkeiten und Chancen für uns alle sein. Es soll viel Glück und Gesundheit, aber auch Mut mit sich bringen. Denn wir müssen in diesen Zeiten alle mutig bleiben und durchhalten. Gemeinsam kann man alles schaffen.

Bis bald,
Ihre Gabi Dengg sen.
Und die Alpenhof-Familie