Warum wandern in Hintertux so gut tut

Wer Steffi, die Wanderführerin im Alpenhof, fragt, versteht schnell, warum Wandern etwas ganz Besonderes ist, einfach guttut und als angenehmer Ausgleich zum stressigen Alltag dienen kann.

Mein Lebens- und Arbeitsraum: Die Berge in Hintertux

Für manche sind die Berge ein Urlaubsziel. Für mich sind sie meine Heimat und gleichzeitig auch mein Arbeitsraum. Schon immer war ich hobbymäßig viel in den Bergen unterwegs, aber vor allem, nachdem ich 2016 meine Ausbildung zur Wanderführerin abgeschlossen hatte, entdeckte ich meine große Liebe und Leidenschaft zur alpinen Natur. Seitdem findet man mich vor allem „irgendwo da oben“ an, wo ich jedes Jahr neue Gipfel erklimme. In Hintertux gibt es davon ja nicht gerade wenige, also ist die Suche nach neuen Wanderzielen nicht schwer und meine To-Do-Liste dementsprechend lang. Das Wandern ist zudem eine wunderbare Möglichkeit sich in Bewegung und fit zu halten – und Bewegung ist das Um und Auf für einen funktionierenden Körper und einen klaren Geist! Gleichzeitig ist man an der frischen Luft, in der Natur, und das an sich ist schon Genuss pur.

Wandern – ein Genuss für Körper & Seele

Wenn ich draußen unterwegs bin, macht mich die Natur oft sprachlos vor Bewunderung. Die Natur ist ein Wunder, eine Schönheit, die sich in jedem Detail zeigt: Zum Beispiel im Frühling, wenn die ersten Blümchen nach dem Schnee ihre Köpfe aus der Erde stecken oder die Murmeltiere aus ihren Löchern kriechen und ihre Rufe wieder in den Bergen zu hören sind. Das sind einfache Momente, die man Kleinigkeiten nennen kann, aber man muss sie selbst erleben und genießen können, sie sehen und spüren. Sich richtig Zeit dafür nehmen. Manche Leute wollen einfach nur möglichst schnell oben am Gipfel stehen und sie verpassen dabei so vieles, was um sie herum alles geschieht. So viele wunderbare Dinge, die es nur in den Bergen gibt. Gerade sie machen die Wanderung erst komplett, zusammen mit dem Moment, wenn man schließlich oben sitzt, in die Weite blickt und die Seele baumeln lässt. Dann breitet sich dieses herrliche, warme Gefühl von Zufriedenheit, Freiheit und Glück im Bauch aus. In diesem Moment tankt man neue Kraft, fühlt sich wieder ausgeglichen und ganz. Der Alltag fällt wortwörtlich von einem ab. Dabei ist es ganz egal, auf welchem Berg man gerade steht. Einen konkreten Lieblingsplatz habe ich daher auch nicht: Es sind einfach die Berge – alle Berge.

Kuh auf Almwiese vor Gletscher

Gemeinsam unterwegs im Alpenhof

Gäste im Alpenhof können gemeinsam mit mir dieses Gefühl beim Wandern in den Hintertuxer Bergen kennenlernen. Dabei stehen für mich Spaß, Abwechslung, Geselligkeit und die Freude an der Bewegung im Vordergrund. Es sind bei den Wanderungen immer auch einige Stammgäste dabei, deshalb ist es für mich wichtig, immer auch neue Ziele einzubauen, die ich in den vergangenen Jahren noch nicht gemacht habe. Klar ist das umso schwieriger, je größer die Gruppe ist und damit auch die Bandbreite an Altersstufen und Ausdauerlevels. Grundsätzlich gilt, dass man sich immer an die Schwächsten anpasst, dennoch fordere ich meine Gruppen gerne. Die schönsten Touren sind nämlich oft auch die Anspruchsvollsten. Aber wie es so schön heißt: „Von nix kommt nix“ und es fühlt sich auch wirklich so gut an, wenn man nach einem anstrengenden Aufstieg die Aussicht genießen kann und sich den köstlichen Kaiserschmarren auf der Hütte redlich verdient hat. Gleichzeitig lernt man, während man nebeneinander hergeht und über dies und das tratscht, viele interessante Leute kennen und ich nutze diese Zeit auch, um mein Wissen über die alpine Flora und Fauna sowie die umgebenden Berggipfel weiterzugeben.

Wandern ist wertvoll – für den Körper, die Seele, für das Ich. Während man Schritt für Schritt den Berg ersteigt hat man endlich Zeit: Zeit, um die Natur zu entdecken, Zeit, richtig durchzuatmen, Zeit, einmal nicht an die Arbeit zu denken, Zeit für die Menschen um einen herum.

Ich freue mich schon auf viele gemeinsame Wanderungen mit Ihnen,

Ihre Wanderführerin Steffi im Alpenhof
Und die Familie Dengg

Familie beim Wandern